Angebot

Sie bemerken bei sich oder einer nahe stehenden Person Anzeichen für eine Suchtentstehung oder -verhalten? Sucht erschwert ein selbstbestimmtes Leben. Wir unterstützen Menschen darin, ihre Verhaltensweisen zu erkennen, zu verstehen und zu verändern.

Wir informieren, beraten und begleiten suchtgefährdete und -kranke Menschen sowie deren Angehörige und Bezugspersonen jeden Alters. Nach Möglichkeit oder Notwendigkeit beziehen wir das soziale Umfeld (PartnerIn, Familie, Bekannte, Arbeitgeber, Schulen, Behörden oder Sozialdienste) in den Beratungsprozess ein.

Die Suchtberatungen finden als Einzel-, Paar- oder Familienberatungen statt. Daneben bieten wir auch geleitete Gesprächsgruppen für Betroffene und Angehörige an. Unsere Dienstleistungen sind für Personen aus dem Kanton Aargau kostenlos. Wir unterstehen der Schweigepflicht. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Angebote im Suchtbereich

Kontrollierter Konsum

Selbstkontrollierter Konsum bezeichnet einen disziplinierten, geplanten und limitierten Gebrauch psychoaktiver Substanzen. Die betroffene Person richtet ihren Substanzgebrauch nach einem zuvor festgelegten Konsumplan bzw. nach definierten Konsumregeln aus. Festgelegt werden z.B. die zukünftige Anzahl drogenfreier Tage, die maximale Konsummenge pro Tag oder der Gesamtkonsum pro Woche oder auch andere festgelegte Merkmale.  

Ambulante Massnahmen

Verfügt das Amt für Justizvollzug des Kantons Aargau, dass eine Person zu einer ambulanten Behandlung im BZB+ verpflichtet wird, übernehmen wir die ambulante fachliche Begleitung der betroffenen Person. Die Vollzugsbehörde überprüft mindestens einmal jährlich, ob die ambulante Behandlung fortgesetzt werden soll oder aufzuheben ist. Bei Erreichen der gesetzlichen Höchstdauer wird die Aufhebung geprüft. Für diese periodische Prüfung verfasst das BZB+ einen ausführlichen Therapieverlaufsbericht, verbunden mit einem Antrag. Zielsetzung der Behandlung ist es, die Rückfallgefahr zu senken und weitere Straftaten soweit möglich zu verhindern. Während der Beratung ist das BZB+ zuständig für:

 

  • Die Durchführung psychosozialer und therapeutischer Behandlungen
  • Die Umsetzung des individuellen Behandlungsplanes
  • Die Förderung der sozialen, und beruflichen Integration
  • Die Mitwirkung von interdisziplinären Standortbestimmungen

Spielsuchtberatung

Das BZB+ ist Anlaufstelle für Betroffene und ihre Angehörigen. Im Rahmen der Spielsuchtberatung Kanton Aargau informieren wir Suchtbetroffene und -gefährdete sowie deren Angehörige über Formen der Spielsucht und mögliche Behandlungswege. Wir bieten Beratungen und Therapien an.

Substitutionsbehandlung

Substitution bezeichnet die Behandlung von Heroinabhängigkeit mittels ärztlicher verschriebener Drogenersatzstoffe wie bspw. Methadon oder Subutex. Mit der Substitutionsbehandlung verfolgen wir das Ziel, schwer abhängige Personen gesundheitlich und sozial zu stabilisieren. Neben der ärztlichen Versorgung durch einen Arzt der Integrierten Suchtbehandlung Aargau oder einen Hausarzt bietet das BZB+ die psychosoziale Begleitung der Betroffenen an. Vorläufig gelten folgende Kriterien, um im Rahmen der Integrierten Suchtbehandlung Aargau behandelt werden zu können:

 

 

  • Apothekenversorgung ist geklärt
  • die soziale Situation ist weitgehend stabil (fester Wohnsitz, geregelte Finanzen)
  • krankenversichert und keine Aussenstände bei der Krankenversicherung, LSP negativ
  • therapeutischen Gespräche werden regelmässig wahrgenommen
  • Substitutionsmedikation wird zuverlässig eingenommen
  • Kein relevanter Beikonsum
  • Keine Benzodiazepinsubstitution
  • Keine relevante psychiatrische Begleit- oder Folgeerkrankung im Vordergrund
  • Keine Eigen- oder Fremdgefährdung
  • Kein relevanter Szenekontakt

Ambulanter Alkoholentzug

Wir bieten im BZBplus in Zusammenarbeit mit den Psychiatrischen Diensten Aargau PDAG vorort einen qualifizierten ambulanten Alkoholentzug an. Der ambulante Entzug eignet sich für Personen, die einen Alkoholentzug in ihrem gewohnten Umfeld gegenüber einer stationären Entzugsbehandlung vorziehen. Wir informieren Sie im Vorfeld über die Voraussetzungen und den Ablauf des Entzugs. Auch wird geklärt, ob es Faktoren gibt, die allenfalls gegen einen ambulanten Alkoholentzug sprechen. Dann zeigen wir Ihnen die entsprechenden alternativen Möglichkeiten auf.

In der Regel läuft ein ambulanter Entzug folgendermassen ab:
Der Entzug dauert cirka eine Woche, in der Sie zu Hause wohnen können. Sie werden in täglichen Gesprächen mit unserem Arzt und/oder einer Fachperson der Suchtberatung begleitet und erhalten auch medikamentöse Unterstützung. Gerne arbeiten wir wenn möglich mit Ihrer Hausärztin oder Hausarzt zusammen. Nach Abschluss der Entzugsbehandlung entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen, ob weitere Angebote für Sie sinnvoll sind.

Sie können sich selbst oder durch Ihren Hausarzt zu einem Alkoholentzug anmelden. Wir informieren Sie gerne noch genauer in einem Informationsgespräch –Kontakt

 

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Atemlufttest

Es gibt Situationen, in denen ein Atemlufttest sinnvoll oder notwendig ist:

  • Zur Kontrolle der Abstinenzeinhaltung
  • In der Überbrückungszeit vor stationären Therapien, da ein Eintritt nur nüchtern möglich ist
  • Um den Verlauf des Alkoholkonsums beobachten zu können.

Atemlufttests werden auf freiwilliger Basis durchgeführt, es sei denn, es handelt sich um eine gesetzliche Massnahme oder Anordnung von Institutionen, Behörden oder Hausärzten.

Kooperation

Das BZB+ arbeitet mit verschiedenen Institutionen in enger Kooperation. Kooperationsvereinbarung regeln die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Institutionen und dem Beratungszentrum.

 

 

Mit folgenden Institutionen sind wir zu folgenden Themen in einer Kooperation:

Aargauische Stiftung für Suchthilfe (ags)
  • Spielsuchtberatung
  • Sucht & Familie
Jugendanwaltschaft Aargau, Aargauische Stiftung für Suchthilfe (ags) sowie Forschungszentrum für Rehabilitations- und Gesundheitspsychologie / Universität Fribourg
  • Behandlung von Jugendlichen mit einem Cannabis Delikt (Gefährdungsdiagnostik)

Im  BZB+ arbeiten wir vernetzt. Wir sehen uns als Teil in der Suchtarbeit. Vernetzung mit Institutionen, Fachpersonen, Verbänden sowie Behörden gehört zum Selbstverständnis unserer Organisation.

Integrierte Suchtbehandlung Aargau

Seit Januar 2018 ist das BZB+ Teil einer neuen Kooperation, der Integrierten Suchtbehandlung Aargau.

Ergänzend zu unserem  Beratungsangebot wird zusätzlich ein spezialisierter Arzt der Psychiatrischen Dienste Aargau PDAG an einzelnen Tagen im dritten Stock unserer Einrichtung eine Praxis eröffnen. Zudem wird ein Mitarbeiter des BZB+ zu 40% delegiert für die PDAG arbeiten. Wie können Sie als Klient / Klientin von diesem Angebot profitieren? Das neue Angebot vereint die Vorteile der psychosozialen Suchtberatung mit der Suchtmedizin. Beispielsweise können Sie im Laufe der Beratung den Wunsch haben, sich zusätzlich medizinisch abklären und/oder behandeln zu lassen. Wir können Ihnen schnell, unbürokratisch und innerhalb unserer Räumlichkeiten einen Termin beim Arzt organisieren. Wie Ihre weitere Begleitung aussieht, bestimmen Sie gemeinsam mit dem Arzt und Ihrem Berater / Ihrer Beraterin. Sie können sich beraten und behandeln lassen oder nur eine der Disziplinen in Anspruch nehmen. Wenn aus unserer fachlicher Sicht eine psychiatrische Abklärung angezeigt ist, bei Indikation oder bei der Einstellung / Verschreibung von Medikamenten oder eine psychiatrische Behandlung sinnvoll erscheint, bespricht Ihre Beraterin / Ihr Berater eine mögliche Überweisung zum Suchtmediziner im Haus. Sie bleiben dabei frei in Ihrer Wahl. Ziel ist es, dass unser Angebot noch besser auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten und flexibel angepasst werden kann. Kosten: Die psychosozialen Beratungen im BZB+ bleiben für Sie weiterhin kostenlos, eine Behandlung beim Arzt wird über die Krankenkasse abgerechnet. Weitere Informationen finden Sie auf:  http://www.integriertesuchtbehandlungaargau.ch

Gruppenangebote

Gruppe substanzgebundene Abhängigkeit

Geführte Gesprächsgruppe für betroffene alkohol- und/oder medikamentenabhängige Personen

Unter professioneller Anleitung stehen der Erfahrungsaustausch und die gegenseitige Unterstützung im Vordergrund. Besprochen und diskutiert werden Themen, die Sie als Betroffene beschäftigen.

Zeit: Alle zwei Wochen am Mittwochabend von 18.00 bis 19.30 Uhr

Ort:  BZB+, Mellingerstrasse 30, 5400 Baden.

Moderation
Sharon Katz, Sozialarbeiterin FH
Michel Guerrero Argain, lic.phil. Psychologe

Anmeldung
Telefon 056 200 55 77
info@bzbplus.ch

Jugarunde – Cannabisgesprächsrunde

Das BZB+ bietet, in Zusammenarbeit mit der Jugendanwaltschaft Aargau, Gesprächsrunden zum Cannabiskonsum mit erstverzeigten Cannabiskonsumenten ab 15 Jahren an.

Ziel der Gesprächsrunden ist es, Jugendliche dazu anzuregen, sich mit Themen rund um Cannabis auseinander zu setzen. Begleitet von einer / einem SuchtberaterIn und einer Jugendanwältin bekommen sie rechtliche und suchtspezifische Informationen. Auch die Eltern werden aktiv in Form einer Elternrunde mit einbezogen. Eltern, die freiwillig an der Runde teilnehmen, können rechtliche Fragen in Zusammenhang mit der Anzeige klären und sich danach, in Abwesenheit der Jugendanwaltschaft, mit anderen betroffenen Eltern austauschen und/ oder Informationen über Cannabiskonsum und Erziehung einholen.

Diese Kooperation hat sich bewährt um einerseits junge Cannabiskonsumenten und deren Eltern niederschwellig zu erreichen und andererseits auf das unterstützende Angebot der Suchtberatungsstelle aufmerksam zu machen.

Punkt C

Was ist Punkt C?

Punkt C ist ein Gruppenangebot für jugendliche Cannabiskonsument/-innen. Es beinhaltet vier moderierte Abendsitzungen à zwei Stunden im BZBplus, begleitet von einem Vor- und einem Nachgespräch. Die Gruppensitzungen finden wöchentlich statt. Moderiert und begleitet durch zwei Fachkräfte des BZBplus, werden die positiven und negativen Aspekte des Cannabiskonsums beleuchtet und dessen kurz- und langfristige Konsequenzen besprochen. Praktische Übungen machen die Schwierigkeiten der Verhaltensänderung erlebbar und gemeinsam mit der Gruppe werden Alternativen entwickelt. Die Erarbeitung von Zukunftsperspektiven und der Rückschluss auf das aktuelle (Konsum-)Verhalten vermitteln den Jugendlichen anschaulich, wie  dadurch die zukünftige Lebensplanung langfristig beeinflusst wird. Für jede/n Teilnehmer/in wird ausserdem ein individueller Plan zur Konsumreduktion und möglichem Konsumstopp entwickelt.

Für wen ist Punkt C?

Das Angebot ist konzipiert für Jugendliche im Alter zwischen 15 und 21 Jahren. Ausgeschlossen von der Teilnahme an der Gruppe sind delinquente Jugendliche (z.B. Dealer) und Jugendliche mit schwerwiegenden psychischen Auffälligkeiten (z.B. Angst vor Gruppen). Punkt C Anmeldungen erfolgen entweder freiwillig, d.h. Jugendliche melden sich selber an oder durch Auflagen von Schulen oder Jugendanwaltschaft.

Termine

nächste Kurstermine
Montag, 15. Oktober 2018
Montag, 22. Oktober 2018
Montag, 29. Oktober 2018
Montag, 05. November 2018

Ort

18.00 – 20.00 Uhr im BZBplus, Mellingerstr. 30, 5400 Baden

Moderation

Iris Luykx (lic.phil. Psychologin)
Pascal Kröni (MSc. Psychologe)

Anmeldung

056 200 55 77 oder info@bzbplus.ch
mit Angabe von Namen, Alter und Adresse oder per Fax mit Anmeldetalon

Gruppenangebot Glückspiel

In unserer Gesprächsgruppe, geführt unter Anleitung einer Therapeutin des BZB+, stehen der Erfahrungsaustausch und die gegenseitige Unterstützung im Vordergrund. Begleitet durch fachliche Inputs setzen wir uns mit Themen der Glücksspielsucht auseinander, die Sie beschäftigen und interessieren.

Unser Angebot findet im Rahmen der Spielsucht-Beratung des Kantons Aargau statt und ist für Personen aus dem Kanton kostenlos.  Gerne vereinbaren wir ein Vorgespräch mit Ihnen. Selbstverständlich unterliegen wir der Schweigepflicht.

Kontakt

Flyer mit weiteren Informationen

BALANCE-Gruppe

Mit achtsamer Körperwahrnehmung zu mehr Wohlbefinden

Mittels erfahrungsorientierter Methoden lernen die Teilnehmenden einen Zugang zu ihrem Körper, ihren Gefühlen und Gedanken herzustellen (Selbstkontakt, Achtsamkeit). Wer seine Körpersignale und Bedürfnisse wahrnimmt, kann sich selbst besser Sorge tragen (Selbstfürsorge) und sein Wohlbefinden z.B. auch ohne Einsatz von Genuss- und Suchtmitteln regulieren. Ziel ist es, das Selbstmitgefühl zu stärken, das bewusste Genusserleben zu fördern und eigene Ressourcen zu reaktivieren. Teilnehmende sollen angeregt werden, die einfachen Übungen und Instrumente im Alltag anzuwenden.

Mehr Informationen auf unserem Flyer Balance Gruppe Frühling 2019

Melden Sie sich. 056 200 55 77 oder info@bzbplus.ch